| Galerie der Moorlandschaften |
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| Moorlandschaften
der Alpen auf Bündnerschiefer oder Flysch In den Nordalpen und im Bündnerland fallen die weiträumigen und offenen, wenig bewaldeten Moorlandschaften mit sanften Geländeformen auf. Charakteristisch sind die grossflächigen Flachmoore sowie Mosaike von Flachmooren und magerem Grasland, welche als Streue oder Heuwiesen und in höheren Lagen als Weide genutzt werden. Bild: Moorlandschaft Faninpass (Objekt Nr.227, GR) Foto: Hintermann & Weber Weitere Beispiele sind: Haslerberg und Betelberg in der Lenk (Objekt Nr.119, BE), Durannapass bei Conters im Prättigau (Objekt Nr.414, GR) |
| Moorlandschaften
der nödlichen Voralpen auf Flysch Die grössten Moorlandschaften der Schweiz finden sich im Verbreitungsgebiet des Flysch in den Voralpenregionen von Freiburg, Bern, Luzern, Obwalden, Schwyz und St. Gallen. "Flysch" ist eine Abfolge von Ton- und Merge-lschiefern sowie Sandsteinschichten, wobei erstere zu wasserstauenden Böden verwittern. Dies hat zu grossflächig vermoorten Talflanken oder ganzen Talschaften geführt. Der Wald nimmt einen Drittel bis die Hälfte der Fläche ein. Das Bild der Moorlandschaft ist geprägt durch die enge Verzahnung von Wald, Hoch- und Flachmooren. Die Flachmoore werden als Streuwiesen genutzt und in höheren Lagen auch beweidet. Bild: Gebiet der Lombachalp in der Moorlandschaft Habkern/Sörenberg (Objekt Nr.13, BE/LU) Foto: Hintermann & Weber Weitere Beispiele sind: Glaubenberg, die grösste aller Moorlandschaften (Objekt Nr.15, OW, LU), Ibergeregg (Objekt Nr.25, SZ), Hinter Höhi im Toggenburg (Objekt Nr.8, SG) |
| Moorlandschaften
des Jura Hochmoore prägen diese Moorlandschaften. Die Moorlandschaften sind, bedingt durch die Geologie des Jura, relativ klein, kommen in Senken vor und sind meistens von Hügelzügen eingefasst. Die Moorbiotope, vorwiegend Hochmoore, sind mehr oder weniger stark durch Spuren menschlicher Nutzung geprägt, so namentlich der Torfgewinnung. Torfstichkanten, teilweise Verheidung und randlich gelegene Wälder sind typisch für Moore und Moorlandschaften des Jura. Bild : Moorlandschaft Vallée du Joux mit dem Hochmoor Sagnes de la Burdignière (Objekt Nr.21, VD) Foto: Hintermann & Weber Weitere Beispiele sind: Les Ponts de Martel im Neuenburger Jura (Objekt Nr.2, JU), La Chaux de Breuleux (Objekt Nr.12, JU, BE) |
| Verlandungsmoorlandschaft
der Niederungen In den Auen der Flüsse tiefer Lagen haben sich stellenweise Moorlandschaften gebildet. Üppig wuchernde Binsenbestände und Röhrichte führten dazu, dass abgeschnittene Flussarme durch totes Pflanzenmaterial langsam aufgefüllt wurden. Bedingt durch das geringe Gefälle der Gewässer finden sich Moorlandschaften mit Auen häufig in Ebenen oder im Bereich des Seedeltas. Die grössten solcher Moorlandschaften wie das « Grosse Moos » in der Gegend Kerzers, Ins und Lyss oder die Linthebene zwischen Ziegelbrücke und Uznach wurden zur Gewinnung von Landwirtschaftsland im 19. Jahrhundert entwässert und damit die Moore zerstört. Bild: Moorlandschaft Piano di Magadino im Delta des Ticino (Objekt Nr.260, TI) Foto: Hintermann & Weber Weitere Beispiele sind: Les Grangettes in der Rhonetalebene südöstlich des Genfersees (Objekt Nr.289, VD), Märchligenau und Giessen an der Aare südöstlich von Bern (Objekt Nr.280, BE) |
| Moränen-Moorlandschaften
des Mittellandes Ausschlaggebend für die Entstehung der Moorlandschaften im Mittelland war die Vergletscherung während der Eiszeiten. Auf tonigen, durch das Gewicht der Eismassen verdichteten, nur schlecht wasserdurchlässigen Grundmoränen entstanden Moorbiotope. Seiten- und Stirnmoränen sowie Rundhöcker (Drumlins) bilden in der Regel den Rahmen und die Abgrenzung dieser Landschaften. In den Senken finden sich nebst Moorbiotopen häufig auch grössere und kleinere Stehgewässer. Bild : Moorlandschaft Lac de Lussy bei Châtel-Saint-Denis (Objekt Nr.39, FR) Foto: Hintermann & Weber Weitere Beispiele sind: Wetzikon/Hinwil im Zürcher Oberland mit zahlreichen Drumlins (Objekt fNr.106, ZH), Umgebung des Amsoldingersees nordwestlich Thun (Objekt Nr.336, BE) |
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| Alpine
Moorlandschaften im Urgestein mit Rundhöcker Diese Moorlandschaften sind weniger gross als jene der Voralpen und über ein grosses Gebiet gestreut. Für eine Moorbildung kommen verschiedene Ursachen in Frage: Zungenbecken von Gletschern, Karmulden oder Gletscherschliff auf wasserundurchlässigem Gestein. Die Moorbiotope sind eher kleinflächig. Alpine Moorlandschaften bieten auf wenig Fläche einen reichhaltigen geomorphologischen Formenschatz (Bäche und Teiche, Moränen, Trockenstandorte, Schutthalden). Moorlandschaften dieser Art sind alpwirtschaftlich von geringem Interesse. Bild: Moorlandschaft Göscheneralp mit Rundhöcker aus Urgestein (Objekt Nr.204, UR) Foto: Hintermann & Weber Weitere Beispiele sind: Steingletscher (Objekt Nr.419, BE), Grimsel (Objekt Nr.268, BE), San Bernardino (Objekt Nr.53, GR) |
| Verlandungsmoorlandschaft
der Niederungen Verlandungs-Moorlandschaften an Seeufern der Niederungen (Bild 37) Zahlreiche Moorlandschaften der tiefen Lagen sind von Seen oder kleinen Stehgewässern geprägt. Ein erheblicher Teil der Moorbiotope dieser Landschaften ist aus Schilfflächen entstanden, die sich über Jahrzehnte in die Seen vorgeschoben haben. Einige dieser Verlandungs-Moorlandschaften haben auch prähistorische Bedeutung (Pfahlbausiedlungen). Bild: Moorlandschaft Grande Cariçaie am Südufer des Neuenburgersee (Objekt Nr.416, BE, FR, VD, NE) Foto: Hintermann & Weber Weitere Beispiele sind: Pfäffikersee mit dem bekannten Robenhauserried (Objekt Nr.5, ZH), Petersinsel mit dem Heidenweg (Objekt Nr.275, BE). |
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GEG Yverdon
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